Mit DiskDigger können Sie gelöschte Fotos aus dem internen Speicher wiederherstellen

Das versehentliche Löschen eines wichtigen Fotos ist einer der häufigsten Fehler im Alltag, bedeutet aber selten einen dauerhaften Verlust.

Was passiert, wenn ein Foto von einem Handy gelöscht wird?

Wenn Sie in der Galerie auf „Löschen“ tippen, entfernt Android den entsprechenden Eintrag aus der Dateitabelle. Das Foto wird Ihnen dann nicht mehr angezeigt, die Originaldaten bleiben jedoch im internen Speicher des Geräts gespeichert. Dies gilt sowohl für den internen Speicher als auch für die SD-Karte.

Das System interpretiert diesen Speicherplatz als frei. Neue Datensätze, Apps, Musikstücke oder Screenshots können die alten Daten direkt überschreiben. In diesem Fall wird die Datenwiederherstellung deutlich erschwert. Daher sollten Sie das Telefon so schnell wie möglich nicht mehr benutzen, bevor Sie weitere Versuche unternehmen.

Die Herausforderung beim internen Speicher besteht darin, dass Android die Hauptpartition aus Sicherheitsgründen schützt. Auf vielen Geräten haben weder Benutzer noch Apps direkten Zugriff auf nicht zugewiesene Speicherblöcke. Genau hier spielen spezialisierte Tools wie DiskDigger ihre Stärken aus.

Was ist DiskDigger?

DiskDigger ist eine Datenrettungs-App für Android, die das Dateisystem des Geräts direkt scannt. Sie liest den Rohdateninhalt des Speichers und sucht nach Signaturen bekannter Bilddateien wie JPEG, PNG, GIF und WebP, selbst wenn der Dateiname nicht mehr existiert.

Die Idee ist einfach: Die Speicherbereiche, die noch Fragmente gelöschter Fotos enthalten, werden kartiert und wiederhergestellt. Das Verfahren funktioniert sowohl mit Speicherkarten als auch mit internem Speicher und wird häufig von Nutzern verwendet, die verlorene Fotos ohne Computer wiederherstellen möchten.

DiskDigger bietet außerdem zwei Hauptscan-Methoden. Der Schnellscan überprüft Mediendateien, auf die das System noch zugreifen kann. Der Tiefenscan, der auf gerooteten Geräten verfügbar ist, durchsucht sensiblere Speicherbereiche, in denen sich häufig alte Fotos befinden.

Welche Image-Formate kann DiskDigger wiederherstellen?

DiskDigger erkennt die gängigsten Formate aktueller Smartphones. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, verlorene Fotos wiederherzustellen, erheblich, unabhängig von der Bildquelle.

  • JPEG-Dateien von der Handykamera
  • PNG-Bilder, die in Screenshots aufgenommen wurden
  • In Messaging-Apps empfangene GIFs
  • WebP wird häufig zum Herunterladen und Teilen über das Internet verwendet
  • RAW-Bilder, abhängig vom Gerät und Aufnahmemodus
  • Zwischengespeicherte Fotos aus sozialen Medien und Browsern

Je vollständiger die Datei, desto gründlicher die Wiederherstellung. Die App kann je nach Speicherzustand alles wiederherstellen, von Miniaturansichten bis hin zu hochauflösenden Bildern.

Anforderungen für die Wiederherstellung gelöschter Fotos aus dem internen Speicher

Bevor Sie beginnen, vergewissern Sie sich, dass Ihr Gerät die grundlegenden Anforderungen für die Verwendung von DiskDigger erfüllt. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, kann dies den Scanvorgang verhindern oder die Erfolgswahrscheinlichkeit verringern.

  • Gerät mit aktualisiertem Android-Betriebssystem
  • Berechtigung zum Zugriff auf Medien und Gerätespeicher
  • Freier Speicherplatz zum Speichern der wiederhergestellten Fotos
  • Ausreichende Akkukapazität für einen längeren Scan
  • Optional: Root-Zugriff für die Tiefenprüfung interner Partitionen

Auch wenn Ihr Smartphone nicht gerootet ist, kann DiskDigger einen nützlichen Scan der Medienspeicherbereiche durchführen. In vielen Fällen werden kürzlich gelöschte Fotos sogar ohne besondere Berechtigungen gefunden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Wiederherstellung gelöschter Fotos mit DiskDigger

Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, müssen Sie einer logischen Reihenfolge folgen. Dadurch wird verhindert, dass neue Daten die wiederherzustellenden Fotos überschreiben, und die Effizienz des Tools erhöht.

SCHRITT 1

Die Benutzung des Geräts sofort einstellen

Sobald Sie die Löschung bemerken, stellen Sie alle anderen Aktivitäten auf Ihrem Telefon ein. Öffnen Sie nicht die Kamera, nutzen Sie keine sozialen Medien und nehmen Sie keine Anrufe entgegen. Jede neue Aufnahme im Speicher kann eine gelöschte Datei endgültig überschreiben.

Aktivieren Sie den Flugmodus, um Benachrichtigungen, Nachrichten und Anrufe zu blockieren, die Daten generieren könnten. Wenn das Gerät Dateien mit der Cloud synchronisiert, deaktivieren Sie außerdem die Internetverbindung.

SCHRITT 2

Installieren Sie DiskDigger auf Ihrem Mobiltelefon

Falls Sie die App noch nicht installiert haben, nutzen Sie bitte die offizielle DiskDigger-Seite im Google Play Store. Seien Sie vorsichtig bei modifizierten Versionen oder Apps mit ähnlichen Namen in alternativen App-Stores.

Während der Installation informiert Sie Android darüber, welche Berechtigungen die App benötigt. Lesen Sie die Warnung und fahren Sie nur fort, wenn Sie die Legitimität von DiskDigger bestätigen.

SCHRITT 3

Zugriff auf internen Speicher gewähren

Wenn Sie DiskDigger zum ersten Mal öffnen, werden Sie um Erlaubnis zum Zugriff auf die Mediendateien Ihres Geräts gebeten. Tippen Sie je nach Ihrer Android-Version auf „Zulassen“ oder „Zugriff erlauben“.

Bei neueren Smartphones erscheint möglicherweise ein Fenster, in dem Sie um Zugriff auf alle Dateien gebeten werden. Aktivieren Sie diese Option, damit der Scan auch die internen Speicherordner erreicht.

SCHRITT 4

Wählen Sie den Scan-Typ und das Verzeichnis aus

Tippen Sie auf dem Startbildschirm von DiskDigger auf „Nach verlorenen Fotos suchen“. Wählen Sie dann zwischen Schnellscan und Tiefenscan.

Bei kürzlich gelöschten Fotos liefert ein schneller Scan in der Regel Ergebnisse. Navigieren Sie anschließend zum Stammverzeichnis des internen Speichers, das üblicherweise als „Interner Speicher“ oder „Memória interna“ bezeichnet wird.

SCHRITT 5

Bitte warten Sie die Auswertung ab und identifizieren Sie die gefundenen Fotos

Die Scanzeit variiert je nach Datenmenge auf dem Telefon und Speichergeschwindigkeit. Auf manchen Geräten kann die Analyse einige Minuten bis über eine Stunde dauern.

DiskDigger zeigt unterdessen den Fortschritt an und erstellt eine Liste der gefundenen Miniaturansichten. Viele Bilder werden ohne Namen, sondern nur mit einer Vorschau und der ungefähren Größe angezeigt.

SCHRITT 6

Wählen Sie die Fotos aus und speichern Sie sie am richtigen Speicherort

Nach dem Scannen tippen und halten Sie die Miniaturansichten, die Sie wiederherstellen möchten. Verwenden Sie die Mehrfachauswahl, um den gesamten Ordner auf einmal wiederherzustellen.

Tippen Sie anschließend auf die Wiederherstellungstaste und wählen Sie den gewünschten Speicherort. Speichern Sie die Fotos nach Möglichkeit in einem anderen Ordner auf demselben Gerät oder laden Sie sie in einen Cloud-Speicher hoch. Vermeiden Sie es, die Fotos direkt im selben Ordner zu speichern, in dem sie gelöscht wurden, da dies zu Konflikten und Überschreibungen führen kann.

Zeit ist ein entscheidender Faktor bei der Genesung

Es gibt keine genaue Zeitspanne, nach der ein Foto aus dem Speicher eines Mobiltelefons verschwindet. Auf Geräten, die selten benutzt werden, können die Daten wochenlang erhalten bleiben. Auf häufig genutzten Handys kann das Foto innerhalb weniger Stunden überschrieben werden.

Entscheidend für den Erfolg ist nicht die seit dem Löschen verstrichene Zeit, sondern die Menge der nach dem Vorfall neu geschriebenen Daten. Je früher DiskDigger eingesetzt wird, desto geringer ist das Risiko irreversibler Schäden.

TIPP

Nach versehentlichem Löschen sollten Sie keine Apps herunterladen, das System nicht aktualisieren und auch keine neuen Fotos aufnehmen. Diese häufigen Aktionen sind die Hauptursache dafür, dass eine Wiederherstellung unmöglich wird.

Was soll ich tun, wenn DiskDigger die Fotos nicht finden kann?

Es gibt Situationen, in denen der Scan nicht das erwartete Ergebnis liefert. Dies kann vorkommen, wenn der Fotospeicherplatz bereits überschrieben wurde, wenn die Löschung durch Formatierung erfolgte oder wenn das System des Geräts die Dateitabelle umstrukturiert hat.

Führen Sie in diesem Fall einen weiteren Tiefenscan durch, während das Gerät an die Stromversorgung angeschlossen ist, und prüfen Sie, ob das Modell Root-Zugriff unterstützt. Alternativ können Sie DiskDigger auch über ein USB-Kabel mit einem Computer verbinden, sofern die Anwendung für Ihre Plattform verfügbar ist.

WICHTIG

Vermeiden Sie die gleichzeitige Installation mehrerer Wiederherstellungs-Apps. Jede neue Installation kann Daten im Speicher speichern und die Chancen auf einen erfolgreichen ersten Scan verringern.

Wie man weitere Fotoverluste vermeidet

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