Vergleich von Fotowiederherstellungs-Apps: DiskDigger vs. Dumpster

Das versehentliche Löschen von Fotos ist einer der häufigsten Fehler bei der Handynutzung. Auf der Suche nach einer Lösung stößt man oft auf zwei Namen: DiskDigger und Dumpster.

Was ist Dumpster und warum kann es keine alten Fotos finden?

Dumpster ist eine Schutz-App, die auf Android wie ein Papierkorb funktioniert. Wenn Sie ein Foto löschen und die App das System überwacht, speichert sie eine temporäre Kopie der Datei zur späteren Wiederherstellung. Im Prinzip verhält sie sich also sehr ähnlich wie das Papierkorbsymbol auf einem Computer.

Wichtig ist, dass Dumpster weder die Speicherkarte noch den internen Speicher nach gelöschten Dateien durchsucht. Es stellt lediglich die vor dem Löschen gesicherten Daten wieder her. Das bedeutet: Wenn Sie Dumpster erst nach dem Löschvorgang installieren, befinden sich keine Daten im Papierkorb. Fotos, die vor Tagen, Wochen oder Monaten gelöscht wurden, bleiben so unzugänglich.

Viele installieren Dumpster in der Erwartung, Fotos, die sie über WhatsApp verschickt haben, oder Bilder aus ihrer Galerie zuverlässig wiederherstellen zu können. Meistens bleibt jedoch nur ein leerer Papierkorb und Frustration zurück. Die App an sich ist nicht schlecht, aber sie erfüllt einen präventiven Zweck: Sobald sie verwendet wird, kann sie zukünftige Löschungen schnell wiederherstellen.

Wenn der Müllcontainer wirklich hilft

Dumpster ist besonders nützlich für alle, die häufig versehentlich Dateien löschen. Wenn Sie beispielsweise regelmäßig Ihre Galerie aufräumen und dabei feststellen, dass ein wichtiges Foto verloren gegangen ist, erleichtert der aktivierte Papierkorb von Dumpster die Wiederherstellung erheblich. Die App muss dafür installiert bleiben und gegebenenfalls im Hintergrund ausgeführt werden.

Die App ist besonders hilfreich, wenn auf dem Gerät nicht genügend Speicherplatz für die Originaldatei vorhanden ist. Da sie eine eigene Kopie speichert, lässt sich das Foto auch dann wiederherstellen, wenn der Speicherplatz bereits von anderen Daten belegt ist. Bei einer kürzlich erfolgten und einmaligen Löschung löst Dumpster das Problem mit wenigen Klicks.

Wer das Problem hingegen erst nach längerer Zeit entdeckt, findet im Papierkorb nicht das passende Werkzeug. Wurde das Foto vor der Installation gelöscht, gibt es – unabhängig von der Größe des Papierkorbs – schlichtweg keine wiederherstellbaren Inhalte mehr.

DiskDigger: Der wahre Jäger gelöschter Dateien

DiskDigger völlig anders. Es wartet nicht, bis die Datei im Papierkorb landet. Stattdessen durchsucht die App direkt den internen Speicher und, je nach Gerät, die SD-Karte nach Sektoren, die noch Daten von gelöschten Dateien enthalten. Das ist möglich, weil Android beim Löschen eines Fotos den Speicherplatz lediglich als frei markiert; die Daten bleiben dort erhalten, bis sie überschrieben werden.

Der große Vorteil von DiskDigger ist, dass die Installation erst nach dem Auftreten des Problems erfolgen kann. Sie müssen den Fehler nicht vorhergesehen haben. Öffnen Sie einfach die App, wählen Sie den zu scannenden Bereich aus und warten Sie auf die Liste der gefundenen Fotos. Die Zeit ist entscheidend: Je mehr das Telefon nach dem Löschen verwendet wird, desto größer ist das Risiko, dass das Originalfoto durch neue Dateien überschrieben wird.

Wie DiskDigger in der Praxis ohne Root-Zugriff funktioniert

Auf Geräten ohne Root-Zugriff schränkt Android das Lesen von Rohdaten ein. Dennoch kann DiskDigger viele Bilder in einem lesbaren Format wiederherstellen, insbesondere kleine Fotos, Miniaturansichten und Cache-Dateien. Für eine umfassendere Wiederherstellung, einschließlich Fotos in voller Auflösung, benötigt das Gerät Root-Zugriff oder die Unterstützung eines Computers.

Das macht DiskDigger für den Durchschnittsnutzer nicht nutzlos. Viele Erfolgsgeschichten beginnen mit einem Schnellscan direkt nach dem Löschen, wenn noch genügend Image-Fragmente vorhanden sind. Die Ergebnisse variieren je nach Gerät, aber die Möglichkeit, Dateien zu finden, die nicht in den Papierkorb verschoben wurden, ist ein großer Vorteil.

Der praktische Unterschied zwischen den beiden Apps

Dumpster speichert Kopien. DiskDigger durchsucht den Speicher nach Spuren. Dieser Unterschied verändert die Datenwiederherstellung grundlegend. Wer mit vielen SD-Karten arbeitet, findet in Dumpster ein Werkzeug für kontinuierlichen Schutz. DiskDigger hingegen ist die Rettung, wenn der Ordner geleert, die Karte formatiert oder das System mitten in einer Datenübertragung abgestürzt ist.

Es gibt auch einen Unterschied im Umfang. Dumpster verarbeitet Dateien, die Android weiterhin als Teil des Papierkorbs erkennt. DiskDigger hingegen verarbeitet das physische Speichermedium, auf dem die Daten gespeichert wurden. Daher eignet sich DiskDigger besser, wenn der Verlust von Fotos flächendeckend, unbemerkt und ohne vorherige Datensicherung erfolgt.

Ein unkomplizierter Vergleich für den täglichen Gebrauch

Um zwischen zwei Apps zu wählen, ist es wichtig, zunächst die Art des Problems zu verstehen. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte dieses Vergleichs.

  • Dumpster ist kostenlos, eine Premium-Version ist ebenfalls verfügbar, und muss vor dem Löschen ausgeführt werden.
  • DiskDigger gibt es auch in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version, kann aber auch nach dem Löschen installiert werden.
  • Dumpster restauriert Fotos, Videos, Audioaufnahmen und Dokumente, die er selbst aufgenommen hat.
  • DiskDigger findet Images, die über den gesamten Speicher verstreut sind, sogar außerhalb bekannter Ordner.
  • Dumpster erhält die Datei in voller Qualität, da es eine vollständige Kopie speichert.
  • DiskDigger kann je nach Zustand des Speichers unvollständige oder kleinere Versionen wiederherstellen.
  • Für den Dumpster sind keine technischen Kenntnisse erforderlich; jeder kann ihn mit einer Hand reparieren.
  • DiskDigger liefert mit Root-Zugriff bessere Ergebnisse, funktioniert aber auch ohne diesen auf vielen Geräten.

Diese Punkte zeigen, dass sich die beiden Programme nicht gegenseitig ausschließen müssen. Es ist durchaus möglich, Dumpster für den täglichen Schutz zu verwenden und DiskDigger für Notfälle installiert zu lassen. Viele erfahrene Nutzer bevorzugen diese Kombination, da jedes Tool einen anderen Abschnitt im Lebenszyklus einer gelöschten Datei abdeckt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Auswahl der richtigen App

Bevor Sie mit der Restaurierung dutzender Fotos beginnen, verschaffen Sie sich einen kurzen Überblick über die Situation. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen, die richtige App ohne Zeitverlust auszuwählen.

  • Prüfen Sie, ob Dumpster vor der Löschung installiert war.
  • Prüfen Sie, ob das Foto in Cloud-Diensten wie Google Fotos vorhanden ist.
  • Bitte machen Sie keine Fotos und laden Sie keine Apps herunter, bis die Wiederherstellung abgeschlossen ist.
  • Lassen Sie die SD-Karte im Gerät, falls sich das Image darauf befand.
  • Sie können zwischen der Wiederherstellung aus dem Papierkorb oder dem Scannen des Speichers mit DiskDigger wählen.
SCHRITT 1

Ermitteln Sie, wann das Foto gelöscht wurde

Wurde das Bild nach der Installation von Dumpster gelöscht, wird es wahrscheinlich aus dem Papierkorb wiederhergestellt. Wurde das Foto bereits vor der Installation einer App gelöscht, verläuft der Vorgang vermutlich anders.

SCHRITT 2

Die Aufzeichnung neuer Daten wird gestoppt

Ihre Priorität sollte darin bestehen, den Bereich zu erhalten, in dem sich Spuren des Originalfotos befinden könnten. Vermeiden Sie es, Fotos aufzunehmen, große Apps zu installieren, das System zu aktualisieren oder Anhänge herunterzuladen, nur um das Gerät zu testen.

SCHRITT 3

Öffnen Sie DiskDigger und scannen Sie den richtigen Bereich

Wenn das Handy immer noch nicht

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